Vom „Ja, ich will!“ zum perfekten Plan
Der Antrag war magisch, die Freude ist riesig und ihr schwebt auf Wolke sieben. Herzlichen Glückwunsch zur Verlobung! Doch nach den ersten aufregenden Tagen stellt sich oft eine grosse Frage, die euch vielleicht etwas nervös macht: „Und jetzt? Wo fangen wir an?“ Die Hochzeitsplanung kann sich im ersten Moment wie ein riesiger Berg anfühlen. Location, Gästeliste, Budget, Kleid, Ringe, Musik – die Liste scheint endlos.
Aber keine Sorge! Mit der richtigen Struktur und einem guten Zeitplan wird die Hochzeitsplanung von einer überwältigenden Aufgabe zu einem aufregenden Projekt, das euch als Paar noch enger zusammenschweisst. Dieser Guide ist euer persönlicher Kompass auf dem Weg zu eurer Traumhochzeit. Wir führen euch Schritt für Schritt durch alle Phasen, beantworten die Frage „Hochzeitsplanung wann was?“ und geben euch eine detaillierte Checkliste für die Hochzeitsplanung an die Hand, die speziell auf die Gegebenheiten in der Schweiz zugeschnitten ist. Lasst uns gemeinsam eure Traumhochzeit planen!

Hochzeitsplanung: Was zuerst? Die 4 grossen Grundpfeiler
Bevor ihr euch in die Details stürzt, müsst ihr ein solides Fundament legen. Diese vier Punkte sind die Basis für alle weiteren Entscheidungen und die Antwort auf die Frage: „Hochzeitsplanung was zuerst?“. Setzt euch gemütlich zusammen, öffnet eine Flasche Wein und träumt gemeinsam.
1. Die Vision: Wie soll unser Tag aussehen?
Schliesst die Augen und stellt euch euren perfekten Hochzeitstag vor. Wie ist die Atmosphäre?
- Stil: Elegant und klassisch in einem Schloss? Locker und unkonventionell in einer Scheune (Boho-Chic)? Modern und urban in einem Loft?
- Grösse: Eine intime Feier im engsten Kreis mit 30 Personen oder ein rauschendes Fest mit 150 Gästen?
- Jahreszeit: Träumt ihr von einer Sommerhochzeit im Freien, einer farbenfrohen Herbstfeier, einer Wintermärchen-Hochzeit oder einem Frühlingsfest?
Eure gemeinsame Vision ist der Leitstern für die gesamte Hochzeitsplanung.
2. Das Budget: Der ehrliche Kassensturz
Das Thema Geld ist vielleicht unromantisch, aber absolut entscheidend. Seid von Anfang an ehrlich zueinander.
- Wie viel könnt und wollt ihr ausgeben?
- Gibt es Ersparnisse, die ihr dafür nutzen wollt?
- Unterstützen euch eure Familien finanziell? Wenn ja, klärt die Höhe frühzeitig ab.
Erstellt eine erste grobe Budget-Tabelle. Dies gibt euch einen realistischen Rahmen und schützt vor bösen Überraschungen.
3. Die Gästeliste: Wen laden wir ein?
Die Anzahl der Gäste beeinflusst fast alles – von der Location-Wahl bis zum Budget.
- Erstellt eine erste, grosse Liste mit allen Personen, die ihr gerne dabeihättet.
- Teilt diese Liste in Kategorien ein:
- A-Liste: Familie und engste Freunde, die auf jeden Fall dabei sein müssen.
- B-Liste: Gute Freunde, nahe Verwandte.
- C-Liste: Arbeitskollegen, Bekannte, Freunde der Eltern.
- Je nach Budget und gewünschter Grösse könnt ihr nun entscheiden, wer eine Einladung erhält.
4. Der Termin: Wann sagen wir „Ja“?
Habt ihr ein Datum, das für euch eine besondere Bedeutung hat? Oder eine Lieblingsjahreszeit? Beliebte Hochzeitslocations und Top-Dienstleister in der Schweiz sind oft 12-18 Monate im Voraus ausgebucht, besonders an Samstagen von Mai bis September. Seid hier also flexibel und habt idealerweise 2-3 Wunschtermine im Kopf.
Zwischenfazit
Sobald diese vier Grundpfeiler – Vision, Budget, Gästeliste und Termin – stehen, habt ihr das stabile Fundament für eure gesamte Hochzeitsplanung geschaffen. Jetzt könnt ihr mit der Detailplanung beginnen!

Die ultimative Hochzeitsplanung Checkliste: Wann was erledigen?
Wie lange dauert eine Hochzeitsplanung? Im Durchschnitt solltet ihr mit etwa 12 Monaten rechnen, um entspannt planen zu können. Hier ist euer detaillierter Fahrplan.
9-12 Monate vorher: Das grosse Ganze
In dieser Phase werden die wichtigsten Weichen gestellt.
- Fundament festlegen: Vision, Budget, Gästeliste (grob), Termin(e) definieren.
- Trauzeugen fragen: Wählt eure engsten Vertrauten und fragt sie offiziell, ob sie diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen möchten.
- Location für Trauung & Feier suchen und buchen: Dies ist der grösste und wichtigste Punkt. Besichtigt eure Favoriten und reserviert euren Termin fest.
- Wichtige Dienstleister („Big Player“) buchen:
- Fotograf/Videograf: Die besten sind schnell ausgebucht. Schaut euch Portfolios an und führt persönliche Gespräche.
- Band/DJ: Gute Musik ist der Schlüssel zu einer guten Party.
- Hochzeitsplaner (optional): Wenn ihr euch für eine professionelle Hochzeitsplanung entscheidet, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diese zu engagieren.
- Save-the-Date-Karten entwerfen (optional): Besonders wichtig bei Gästen, die von weither anreisen oder wenn ihr an einem Brückentag heiratet.
Beispiel: Ein Brautpaar, das wir begleitet haben, dachte anfangs, sie könnten die Fotografen-Suche aufschieben. Als sie 6 Monate vor ihrer Juni-Hochzeit anfragten, waren ihre Top 3 bereits seit einem Jahr ausgebucht. Das zeigt, wie wichtig die frühe Planung bei den Dienstleistern ist, deren Anwesenheit am Tag selbst unerlässlich ist.
6-8 Monate vorher: Die Details nehmen Form an
Jetzt wird es kreativ und persönlich.
- Save-the-Date-Karten versenden.
- Brautkleid & Hochzeitsanzug aussuchen: Die Suche nach dem perfekten Kleid kann dauern, und auch die Liefer- sowie Änderungszeiten sind nicht zu unterschätzen.
- Weitere wichtige Dienstleister buchen:
- Catering (falls nicht von der Location gestellt).
- Floristik & Dekoration.
- Freier Theologe oder Redner für die Trauung.
- Website oder App für die Hochzeit erstellen (optional): Hier könnt ihr alle wichtigen Infos für eure Gäste sammeln.
- Flitterwochen planen und buchen: Die Vorfreude auf die Reise nach dem Fest ist eine wunderbare Motivation!
4-5 Monate vorher: Die Gäste im Fokus
Jetzt wird es offiziell für eure Gäste.
- Einladungskarten gestalten und drucken lassen: Passt das Design an euren Stil an. Vergesst nicht alle wichtigen Informationen (Datum, Uhrzeit, Orte, Dresscode, Geschenkwünsche, Anmeldeschluss).
- Trauringe aussuchen und gravieren lassen.
- Hochzeitstorte aussuchen und bestellen: Vereinbart ein Probeessen bei euren favorisierten Konditoren .
- Offizielle Dokumente zusammentragen: Klärt ab, welche Papiere ihr für das Zivilstandsamt benötigt.
- Musik für die Zeremonie auswählen.
2-3 Monate vorher: Der Feinschliff
Die grossen Entscheidungen sind getroffen, jetzt geht es an die Details.
- Einladungen versenden.
- Ehevorbereitungsverfahren starten: Meldet eure Eheschliessung beim Zivilstandsamt eures Wohnortes an. Alle nötigen Informationen zu den Fristen und Dokumenten für die Hochzeitsplanung in der Schweiz findet ihr auf der offiziellen Seite des Bundes unter ch.ch.
- Tagesablauf erstellen: Erstellt einen detaillierten Zeitplan für den Hochzeitstag.
- Menü mit dem Caterer/Restaurant finalisieren.
- Gastgeschenke aussuchen oder basteln.
- Probetermin für Haare & Make-up vereinbaren.
1 Monat vorher: Die heisse Phase
Der Countdown läuft!
- Finale Absprachen mit allen Dienstleistern: Geht den Tagesablauf noch einmal mit allen durch.
- Gästeliste finalisieren: Wer hat zu- oder abgesagt? Informiert das Catering über die genaue Gästezahl.
- Sitzordnung erstellen.
- Ehegelübde schreiben (falls gewünscht).
- Friseurtermin für den Bräutigam.
- Hochzeitsschuhe einlaufen.
Die letzte Woche: Entspannt zum Altar
Zeit, Aufgaben abzugeben und durchzuatmen.
- Koffer für die Hochzeitsnacht und die Flitterwochen packen.
- Notfall-Kit zusammenstellen (Pflaster, Kopfschmerztabletten, Nähzeug, Deo…).
- Aufgaben für den Hochzeitstag an Trauzeugen und Familie delegieren.
- Maniküre/Pediküre.
- Ringübergabe an Trauzeugen.
- Gönnt euch eine Paarmassage oder einen entspannten Abend.
Am Hochzeitstag selbst: Geniessen!
Ihr habt alles getan. Euer einziger Job heute ist es, „Ja“ zu sagen und den schönsten Tag eures Lebens zu feiern. Vertraut auf euren Plan und eure Dienstleister.

Professionelle Hochzeitsplanung vs. DIY: Was passt zu euch?
Die Frage, ob man einen Hochzeitsplaner engagieren sollte, stellen sich viele Paare. Beides hat Vor- und Nachteile.
| Aspekt | Professionelle Hochzeitsplanung | Do-It-Yourself (DIY) Planung |
| Kosten | Zusätzlicher Kostenpunkt (ca. 10-15% des Budgets), kann aber durch Rabatte bei Dienstleistern teilweise kompensiert werden. | Günstiger, erfordert aber mehr Zeit. |
| Zeitaufwand | Deutlich geringerer Zeitaufwand für das Paar. Wie viel Zeit für Hochzeitsplanung? Ein Planer spart euch hunderte Stunden. | Sehr hoch. Eine komplette Planung kann 250-300 Stunden dauern. |
| Expertise | Zugriff auf ein grosses Netzwerk an geprüften Dienstleistern, Erfahrung in der Budgetverwaltung und im Krisenmanagement. | Ihr müsst euch alles selbst erarbeiten, was aber auch Spass machen kann. |
| Stresslevel | Deutlich reduziert, da der Planer als Puffer und Koordinator agiert. | Kann phasenweise sehr hoch sein, besonders kurz vor der Hochzeit. |
| Kontrolle | Ihr gebt einen Teil der Kontrolle ab, bleibt aber immer die Entscheider. | Ihr habt 100% Kontrolle über jedes Detail. |
FAQ – Häufige Fragen zur Hochzeitsplanung
Wann mit Hochzeitsplanung beginnen?
Idealerweise beginnt ihr 12 bis 18 Monate vor eurem Wunschtermin. Dies gibt euch genügend Zeit, um eure Traumlocation und die wichtigsten Dienstleister ohne Stress zu buchen. Eine Hochzeitsplanung in 6 Monaten ist möglich, erfordert aber Kompromisse und schnelle Entscheidungen.
Wie lange dauert eine Hochzeitsplanung im Durchschnitt?
Die reine Arbeitszeit für eine komplette Hochzeitsplanung beträgt im Durchschnitt etwa 250 Stunden. Verteilt auf ein Jahr bedeutet das, dass ihr pro Woche etwa 5 Stunden für die Planung einplanen solltet.
Was kostet eine Hochzeit in der Schweiz?
Die Kosten sind sehr individuell. Eine realistische Spanne für eine Hochzeit mit 60-80 Gästen in der Schweiz liegt zwischen CHF 25’000 und CHF 50’000. Die grössten Posten sind in der Regel die Location und das Catering (ca. 50% des Budgets), gefolgt von Musik, Fotograf und den Outfits.
Muss man alles auf der Checkliste für die Hochzeitsplanung abhaken?
Nein, die Checkliste für die Hochzeitsplanung ist ein Leitfaden, kein Gesetz. Streicht die Punkte, die für euch nicht relevant sind (z.B. „kirchliche Trauung“, wenn ihr nur zivil heiratet). Passt den Plan an eure persönliche Vision an.
Fazit: Euer Weg zur stressfreien Traumhochzeit
Die Hochzeitsplanung ist eine Reise mit vielen kleinen und grossen Etappen. Seht sie nicht als Last, sondern als den ersten grossen gemeinsamen Meilenstein auf eurem Weg in die Ehe. Eine gute Organisation und eine detaillierte Checkliste für die Hochzeitsplanung sind dabei eure besten Freunde. Sie nehmen euch den Stress und geben euch die Freiheit, die kreativen und schönen Aspekte der Vorbereitung voll und ganz zu geniessen. Denkt immer daran: Es ist euer Tag. Erlaubt euch, Traditionen zu brechen, eure eigenen Regeln aufzustellen und eine Feier zu gestalten, die eure einzigartige Liebesgeschichte widerspiegelt.




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